Ein Begriff, viele Fragen. “Stakeholder” klingt ein bisschen wie Beratersprech. Und ja, es ist ein Fachwort – aber ein ziemlich nützliches. Denn wenn ihr euch fragt, für wen ihr etwas macht, für wen ihr verantwortlich seid, wer Ansprüche an euch stellt oder mit am Tisch sitzt: Genau da kommen Stakeholder ins Spiel.
Kurz gesagt: Stakeholder sind alle, die von eurem Unternehmen betroffen sind oder Einfluss auf euch haben. Das können Kundinnen und Kunden sein, Mitarbeitende, Lieferanten, Aufsichtsbehörden, Partner, die Nachbarschaft oder auch NGOs.
Ein paar Beispiele, ganz konkret:
▶ Bäckerei mit Theke und Backstube
▻ Kundschaft: erwartet Frische, Sauberkeit, klare Allergeninfos
▻ Gesundheitsamt: kommt unangekündigt zur Kontrolle
▻ Mitarbeitende: müssen wissen, wie sie mit Lebensmitteln sicher umgehen
▻ Lieferanten: liefern Mehl, Saaten, Verpackungen
Wer die Hygienestandards gut umsetzt, handelt nicht nur gesetzeskonform, sondern zeigt den Stakeholdern: Wir haben’s im Griff.
▶ Hausärztliche Praxis mit älteren Patienten
▻ Patienten: brauchen verständliche, barrierearme Kommunikation
▻ Praxisteam: muss sensibel mit Daten umgehen (DSGVO!)
▻ Kassenärztliche Vereinigung: schaut auf Abläufe & Dokumentation
▻ Angehörige: möchten informiert mit einbezogen werden
Hier geht’s nicht nur um gute Medizin, sondern auch um Vertrauen, Zugänglichkeit und klare Prozesse.
▶ Schreinerei mit Azubis und Fertigung
▻ Mitarbeitende: erwarten sichere Arbeitsbedingungen
▻ Azubis: brauchen Struktur und Feedback
▻ Kundschaft: fragt nach fairer Produktion
▻ Berufsgenossenschaft: kontrolliert Arbeitsschutz
Gutes Stakeholder-Management bedeutet hier: zuhören, unterweisen, klar kommunizieren.
▶ IT-Agentur mit öffentlichen Auftraggebern
▻ Behörden: verlangen barrierefreie Websites
▻ Endnutzer: müssen mit der Technik klar kommen
▻ Mitarbeitende: sollen ethisch mitgestalten
▻ Projektpartner: müssen wissen, woran sie sind
Stakeholder-Themen reichen hier von BITV bis Barrierefreiheit im Alltag.
▶ Naturkosmetik-Hersteller
▻ Endkunden: wollen Transparenz über Inhaltsstoffe
▻ Einzelhandel: fragt nach Zertifikaten & Nachweisen
▻ Mitarbeitende & Partner: müssen Standards einhalten
▻ Zertifizierungsstellen: prüfen die Glaubwürdigkeit
Hier zeigt sich: Nachhaltigkeit ist keine interne Sache – sondern etwas, das viele mitgestalten.
Was bringt euch das Wissen um Stakeholder? Es hilft euch, Prioritäten zu setzen. Themen zu erkennen, die euch vielleicht noch gar nicht bewusst waren. Und: Es zeigt, dass ihr nicht allein agiert. Wer seine Stakeholder ernst nimmt, arbeitet transparenter, zielgerichteter und oft auch erfolgreicher.
Und was macht Long Story Short daraus? In unseren Checks schauen wir genau hin: Welche Anspruchsgruppen spielen bei welchem Thema eine Rolle? Was wird erwartet? Was ist schon geregelt? Und wo sollte nachgeschärft werden?
Stakeholder sind also keine Theorie – sie stehen jeden Tag mit euch in Kontakt. Mal direkt, mal leise. Aber immer da. Und je besser ihr sie einordnen könnt, desto klarer wird auch euer Weg.
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